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Geschichte des Rab

Es gab zwei Wesen, die im unendlichen Raum und Zeit existierten. Das eine Wesen war Rab, das andere Wesen war Kador. Rab begann die Welt zu schaffen und mit ihr die Pflanzen und Tiere. Als Kador dieses sah, machte er sich über Rab und sein Werk lustig und säte den Hass und Neid auf die Welt. Rab hielt dieses für nicht gut und die beiden Götter kämpften mit einander. Dieser Kampf dauerte sieben Sonnenläufe. Die Götter verletzten sich gegenseitig, und wo das Blut von Kador auf die Erde tropfte entstanden dunkle Kreaturen, wie z.B. Dunkelelfen und Dämonen; wo das Blut von Rab die Erde berührte, entstanden die Menschen, Zwerge und Elfen. Dies sah Kador und brachte die Krankheiten, den Neid, die Missgunst und andere Übel über die Menschen.

Bei einem Kampfakt vermischte sich das ausströmende Blut der beiden Götter und es entstand ein weiterer Gott. Dieser Gott ward Nocturn genannt und ist weder Gut noch Böse, weder schwarz noch weiß. Er symbolisiert das Neutrale.

Der Kampf ging unentschieden aus, da beide Götter nicht mehr die Kraft hatten weiter zu kämpfen. Nach dem sich der Gott Rab regeneriert hatte, sprach er zu den Menschen und stellte sie vor die Wahl, sich für einen der Götter zu entscheiden. Entweder für ihn und das Gute oder für Noctum und somit für das Neutrale oder für Kador und somit für das Böse. Diejenigen, die sich für ihn entscheiden würden, stünden unter seinem Schutz gegen alles Üble, was Kador über die Welt gebracht hat und bringen wird. Aber sie müssten auch eine Gegenleistung erbringen: die Achtung und das Einhalten seiner Gesetze.

Seit dieser Zeit existiert die Welt und auf ihr die Pflanzen, Tiere und Menschen, aber auch Krankheiten, böse Geister, Dämonen und dunkle Geschöpfe. Der Kampf, der von Rab und Kador angefangen wurde, wird auf der Welt zwischen ihren Geschöpfen weiter ausgetragen.

Die Gesetze des Rab

Nach dem Rab die Menschen und all seine Geschöpfe vor die Wahl gestellt hatte, welchem Gott sie folgen würden, gab er seinen Anhängern nur ein Gesetz und dieses lautet wie folgt:

"Das Leben und die Freiheit sind das höchste Gut."

"Lebe dein Leben, aber lebe es in Eintracht mit deinen Mitmenschen, der Natur und allen Geschöpfen des Rab."

Nach diesem Gesetz werden die Menschen und alle anderen Geschöpfe von Rab gemessen und nach ihrem Tod gerichtet.

Der Glaube an Rab

Jeder Mensch, der sich für Rab entscheidet und dieses öffentlich bei seiner Weihe bestätigt, steht unter Seinem Schutz.

Die Weihe dauert sieben Tage und darf erst mit dem Beginn des vierzehnten Lebensjahr abgelegt werden. Derjenige, der sich der Prüfung unterziehen will, begibt sich in den Tempel von Rab und lebt sechs Tage in Askese. In dieser Zeit wird er von den Priestern begleitet und ihm wird der Glaube an Rab näher gebracht. Im Morgengrauen des siebten Tages wird die Person zu einem Orakel geführt, wo er mit Rab spricht und vom Orakel gesagt bekommt, was er sich in einem früheren Leben zuschulden kommen lassen hat.

Nach dem er das Orakel gesprochen hat, wird er in einem Festgottesdienst seinen Glauben an Rab bestätigen und geloben, nach dem Gesetz des Rab zu leben. Diese Zeremonie der Weihe kann die betroffene Person jeder Zeit abbrechen und sich einem anderen Gott verpflichten.

Während der Zeit der Askese werden dem Anwärter die Regeln, die sich aus dem Gesetz des Rab ergeben, nähergebracht und erklärt.

Diese Regeln sind wie folgt:

  • Ehre den Gott Rab und seine Geschöpfe. Füge kein Leid zu, wenn es sich vermeiden läßt.
  • Ehre und achte deine Eltern, Ehepartner und deine Familie, stehe immer für sie ein. Führe kein Inzest.
  • Halte immer ein gegebenes Wort gegenüber einem anderen Geschöpf von Rab.
  • Kämpfe nie gegen ein Geschöpf von Rab und töte keinen Gegner, der sich ergibt.
  • Kämpfe und töte niemals aus Spaß.
  • Sei hilfsbereit gegenüber anderen Geschöpfen von Rab und Nocturn.
  • Lebe immer im Rahmen der Gesetze der Menschen, solange es dem Gesetz von Rab nicht widerspricht.
  • Betrüge niemals deine Freunde.
  • Stehle nie Gegenstände von Gleichgesinnten.
  • Verführe niemals einen anderen Menschen gegen das Gesetz und die Regeln des Rab zu verstoßen.
  • Verführe nie einen anderen Verehelichten.

Ein weiterer Schritt des Menschen ist die eheliche Bindung. In einer großen Zeremonie geloben die beiden Partner, sich zu ehren, schützen und zusammen zuhalten. Dieses Gelöbnis kann bei einem Priester oder Kleriker im Tempel oder in der Natur gegeben werden.

Verstößt ein Mensch gegen das Gesetz von Rab, kann er bei Rab um Vergebung bitten. Bei jedem Verstoß kann dem Menschen eine Buße auferlegt werden. Welche Buße der Mensch erhält, sagt ihm der Gott selbst oder er wendet sich an einen Priester oder Kleriker. Es ist z.B. vorgekommen, dass ein Mann einen anderen Mann ermordete. Der Mörder bat Rab um Vergebung. Des Nachts erschien ihm Rab im Traum und sagte, dass er sich am folgenden Tag im Tempel des nächsten Ortes melden solle. Der Mann brach am nächsten Morgen auf, um den Tempel aufzusuchen. Er meldete sich bei einem Priester und sie gingen gemeinsam in das Allerheiligste des Tempels und beteten zu Rab. Der Gott erschien beiden und legte dem Mörder als Buße das Leben eines Waisenkindes, welches vergangene Nacht im Tempel abgegeben wurde, in die Hand.

So kann jedem, der Rab um Vergebung seines Verstoßes bittet, eine Buße auferlegt werden.

Nach dem Leben tritt jeder Geweihte vor Rab und muß sich an dem Gesetz messen lassen. Hat der Mensch ein Leben nach dem Gesetz von Rab und seiner Regeln geführt, so kann die Seele in die Goldene Stadt Suovitäs einziehen. Ist dieses nicht der Fall, muß die Seele wieder auf die Welt kommen und ein weiteres Leben dort verbringen.